Mein liebes Fräulein Backhaus
wo befindet sich das allernächste Gackhau
Ich möcht so gerne gacken gehn
und kann kein Gackhaus sehn.

Gehn'se links num, gehn'se rechts num,
gehn'se immer grade aus.
Da steht das kleine Gackhaus
und da gacken sie sich aus.

Wer im Sudetenland gebohren,
haust nicht gern im Kellerloch.
Hat er auch Haus und Hof verlohren,
den Schlüssel aber hat er noch.

Und mit diesem einen einzgen Schatze
gräbt er sich Sand und Steine aus.
Und baut an einem ander'n Platze,
zum Schlüssel sich ein neues Haus.

Das ist ein Haussegensspruch, welcher lange bei meinen Eltern über der Küchentür gehangen hat. Und weil ich ihn immer und immer wieder gelesen habe, kann ich ihn nun auswendig aufsagen.

Nach einer Rezitation meiner seligen Ururgrossmutter Theresia aus Kunnerschdorf.

Der Forz zerfließt in Millionen Teilchen,
Zwei Augenblicke und er ist entfloh'n.
Er duftet lieblicher als Veilchen
Und tönet lieblicher als Flötenton.

Und hörst du ihn, so öffne deine Nase,
Wie ein Gedanke steigt er in dir empor.
Durch eine Kraft wird er hinaus geblasen
Und tönet zärtlich an dein Ohr.

Einst saß ich an Minnas Armen,
Nah an eines Baches Sturz.
Und mag der Himmel sich erbarmen,
Ich erschreckte sie durch einen Forz.

Ich sprach es wär ein Seufzer gewesen,
Der mich gequält an meiner Seel
Und da er nach Hinten zog und dort zerrann.

Sie blieb bei einem fürchterlichen Nein,
Das ist der Nagel zum Sarg!
Durch einen Forz hast du die Liebesflamme ausgeblasen.
Nein das ist mir doch zu stark.

Ich sprach: Forzt nicht die ganze Welt?
Der König, der Kaiser, sogar der Bettelmann lässt seine Forze knallen
Und vor meinem Hintern hängt auch kein Schloss!

Frede über Frede ihr Nuppern kommt und hiert
wos dort off jenner Hede vor e Wunder ist possiert.
Kam an Fald e Engel, wohl ei dar Mitternacht
dar song e schie Gesängel dos Harz am Leibe lacht.

dudel du du, dudel du du

Ich sprong glei über de Zäune ze er Spalde guck ich nei
do sog ich e por Leute und e Kindel log darbei.
S hot ka Pläuzel Bettel, log of an Wischel Struh
dos Kindel wor su nette, keh Moler prätz o su.

dudel du du...

S hot a Häubel wie a Täubel und zwe Äuglein wie a Stern
und su e schnieweis Hemdel, s wor gefruren wie a Kern.
Gied og lieber salber ich kons euch gor net son
wos dort of jenner Hede vor e Wunder zugetron.

dudel du du...

laut Wilhelmine Dittrich / Sudetenland

Das ist die sudetendeutsche Fassung des Liedes "O Freude über Freude", des schlesischen Weihnachtsliedes. (Wikipedia O Freude über Freude)
Die Melodie ist aber anders. Ich hoffe ich werde diese auch einmal in Noten fassen...